Haltung zeigen
In Zeiten wie diesen: Warum Haltungskommunikation uns alle angeht
Haltung zeigen ist für Unternehmen in den vergangenen Jahren zu einem Thema geworden, das sich kaum noch wegdiskutieren lässt. Gleichzeitig tun sich viele damit schwer damit, denn eine durch Social Media sensibilisierte Öffentlichkeit schaut heute genau hin: Wer bezieht Stellung? Wer schweigt? Und passt das, was ein Unternehmen sagt, überhaupt zu dem, was es tut?
Haltung ist deshalb kein einzelnes Statement, das man bei Bedarf aus der Schublade zieht. Sie ist eine strategische Entscheidung. Denn auch nicht zu kommunizieren kann als Position wahrgenommen werden. Gerade in Zeiten, in denen bestimme Themen hitzig und emotionsgeladen diskutiert werden.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Unternehmen zu jeder gesellschaftlichen Debatte etwas sagen müssen. Entscheidend ist, zu wissen, wofür das eigene Unternehmen steht, welche Themen tatsächlich etwas mit ihm zu tun haben, wann eine Positionierung sinnvoll und glaubwürdig ist und welche Konsequenzen diese nach sich ziehen kann.
Glaubwürdige Haltung beginnt innen
Warum funktioniert Haltungskommunikation bei manchen Unternehmen und bei anderen nicht? Häufig liegt es gar nicht an der grundsätzlichen Position, sondern daran, dass sie nicht zu Ende gedacht wurde.
Ein Punkt, der häufig unterschätzt wird: Unternehmen denken bei Haltungskommunikation häufig zuerst an die Öffentlichkeit. Verständlich, denn wer Stellung bezieht, möchte damit auch sichtbar werden.
Glaubwürdige Haltung beginnt jedoch nicht auf LinkedIn oder in einer Pressemitteilung, sondern im Unternehmen selbst. Wer sich öffentlich für bestimmte Themen oder Werte stark macht, muss sich auch fragen lassen, wie diese intern gelebt werden. Wo gibt es vielleicht Widersprüche? Wo müssen Mitarbeitende einbezogen werden? Und was bedeutet die öffentlich vertretene Position ganz konkret für Entscheidungen und Führung?
Das heißt nicht, dass ein Unternehmen erst perfekt sein muss, bevor es sich äußern darf. Aber es sollte wissen, wo es steht und mit möglichen Widersprüchen offen umgehen können.
Warum Haltungskommunikation Teil unserer Arbeit ist
In der Gesundheitskommunikation arbeiten wir seit jeher mit Themen, die Fingerspitzengefühl brauchen. Dabei erleben wir immer wieder, wie wichtig es ist, nicht einfach möglichst laut Position zu beziehen, sondern zuerst die richtigen Fragen zu stellen.
Genau dabei begleiten wir Unternehmen: von der Standortbestimmung bis zur Kommunikation nach innen und außen.
Wie wir Haltungskommunikation angehen
Bevor wir über Botschaften, Kanäle oder Kampagnen sprechen, schauen wir auf das Unternehmen selbst: Wofür steht es? Was wird davon bereits gelebt? Welche Themen sind für das Unternehmen und seine Stakeholder überhaupt relevant?
Darauf aufbauend entwickeln wir eine Positionierung die nicht nur kommunikativ funktioniert, sondern auch kritischen Nachfragen standhält. Wir denken interne und externe Kommunikation dabei zusammen und beziehen mögliche Reaktionen von Anfang an mit ein.
Denn Haltungskommunikation beginnt für uns nicht mit der Frage: Was sollen wir sagen? Sondern mit der Frage: Was können und wollen wir glaubwürdig vertreten?